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Weinarten

Die unterschiedlichen Weinarten und -typen sind meist aus zufälligen Beobachtungen experimentierfreudiger Winzer entstanden. Dank ihnen haben wir heute eine breite Auswahl an Weinen und Spezialweinen

Rotweine

Rotweine werden aus roten Trauben hergestellt, und ihre Reifezeit ist länger als beim Weißwein.

In der Regel sind sie schwerer als diese; es gibt aber auch durchaus leichte Arten, wie etwa Beaujolais, kalterer See oder der deutscher Dornfelder.

Die Farbstoffe des Rotweins stammen aus den Schalen der Weinbeeren.

Auch die darin enthaltenen Tannine (Gerbstoffe) und Aromastoffe läßt der Winzer, anders als beim Weißwein, in den Most übergehen; deren Qualität und Quantität spielt beim weitern Reifeverlauf eine maßgebliche Rolle.

Die Menge an Tannin im Most hat auch großen Einfluss auf den Geschmack des Weines - es kann den Rotwein bitter machen, oder entscheidend positiv zu seiner Textur beitragen. Da Tannin und Säure konservierend wirken, bestimmen deren Anteile auch die Lagerfähigkeit des Weines.


Weißweine

Weißweine werden fast immer aus weißen Trauben gekeltert und schmecken in der Regel frisch und fruchtig. Oft enthalten sie weniger Alkohol und mehr Säure als Rotweine.

Obwohl sie meistens jung getrunken werden, können manche auch bis zu 25 Jahre und darüber hinaus lagern. Darunter fallen manche Weißweine, wie etwa große deutsche Rieslinge, oder manche aus dem Elsass oder der Wachau - und einige amerikanische Chardonneys oder weiße Burgunder, die mehr auf Reife und Fülle angelegt sind als auf Frische und Säure.


Roséweine

Roséweine werden aus roten Trauben gekeltert; hier werden aber Most und Schalen schon nach wenigen Stunden voneinander getrennt. So können nur wenige Farbstoffe in den Wein übergehen, und die rosa Farbe entsteht.

Von der Art her sind Rosés Weißweine, da keine malolaktische, d.h. säureabbauende Nachgärung stattfindet. Es gibt auch Methoden, Roséweine durch das Mischen von Weiß- und Rotwein herzustellen; dies ist innerhalb der EU allerdings nicht erlaubt (Roséschaumweine allerdings werden grundsätzlich auf diese Art hergestellt).


Spezielle Weinarten


Perlweine

Perlweine sind Weine mit einem geringen Anteil an künstlich zugesetzter Kohlensäure (Atmosphärendruck zwischen 1-2,5 bar). Sekt oder Champangner gehören hier nicht dazu, da sie einen deutlich höheren Kohlensäuredruck haben. Italienische Prosecci frizzante sind typische Perlweine.

Schaumweine

Champagner, deutsche Sekte, Prosecci spumante, spanischer Cava oder Krimsekt fallen unter die Klasse der Schaumweine. Hier reicht der Druck in der Flasche von etwa 3 bar (Crémants) bis zu 6 bar beim Champagner. Zur Herstellung von Schaumweinen werden verschiedene Methoden angewandt:

  • Entweder wird die Kohlensäure durch Druck und Kühlung erzeugt;

  • oder, am Ende der ersten Gärung, mit süß gehaltenem Most und Weitergärung im Druckbehälter oder in der Flasche (Asti spumante).

  • Bei der dritten Art der Schaumweinherstellung entsteht das CO2 aus zweiter Gärung: dem Jungwein wird Zucker und Hefe beigefügt, diese Mischung wird im Druckbehälter vergärt. Sekt und Champagner werden auf diese Art hergestellt.

Edelsüße Weine

Edelsüße Weine werden aus Weinbeeren gewonnen, die vom Schimmelpilz Botrytis cinerea befallenen wurden. Der Pilz sorgt für eine Perforation der Schalen, und so verdunstet Wasser; damit konzentriert sich auch der Zuckergehalt der Trauben. Zudem gibt der Pilz Stoffwechselprodukte an die Traube ab und erzeugt das Edelfäulebukett bzw. den Botryston.
Nicht zu verwechseln sind edelsüße Weine mit lieblich-süßen Weinen.

Zu den (hochpreisigen) edelsüßen Weinen gehören Sauternes oder Anjou aus Frankreich, Beeren- und Trockenbeerenauslesen aus Deutschland (Mosel, Rheingau), sie kommen aus dem Wallis (Petite Arvine) oder der Slowakai/Ungarn (Tokajer).


Likörweine

Als Likörweine gelten alle Weinarten mit mindestens 15 vol. % Alkohol. Hierunter fallen gespritete, also mit Weinbrand angereicherte Weinarten wie Portwein, Sherry, Marsala, Madeira, Banyuls.


Sherry

Der aus Andalusien kommende Sherry wird aus einem trockenen Weißwein der Palomino-Traube hergestellt. Am Ende der Gärung wird er auf bis zu 22% aufgespritet; anschließend reift er in offenen Fässern an der Luft.
Süße Sherrys werden durch die Zugabe von süßen Weinen (aus den Rebsorten Moscatel oder Pedro Ximenez) hergestellt.

Es gibt die unterschiedlichsten Sorten von Sherry, die den Alkoholgehalt und Grad der Oxidation kennzeichnen: Z.B. die Weinarten Fino oder Manzanilla, die trocken sind und einen leicht salzigen/bitteren Geschmack haben (15-17% vol.), oder der süße und kräftige Oloroso (17-20% vol.).


Portwein

Portwein oder Port ist ein süßer Wein aus Portugal, der zwischen 19 und 22% vol. aufweist. Die Vinierung, also das Aufspriten des gärenden Mostes mit hochprozentigem Weindestillat stoppt die Gärung. Der Zeitpunkt des Spritenens entscheidet so über die Süße des Endprodukts. Nach dem Spriten wird der Port erst in Fässern gelagert und dann abgefüllt. Durchschnittliche Ports sind jetzt trinkfertig und würden durch Weiterlagerung verflachen, Spitzenports reifen mindestens 10 Jahre, ofmals länger, in der Flasche zu Top-Qualität.



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